BURNING-FEET-SYNDROM
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Manche Autoren schreiben den Begriff auch ohne Bindestrich: Burning Feet Syndrom

Der Begriff

Diese Krankheitsbezeichnung wurde aus der englischen Sprache übernommen und bedeutet so viel wie "brennende Fü ße" oder "Brennschmerz in den Fü ßen".

Die zwei Formen der Krankheit

  1. Das primäre Burning-Feet-Syndrom stellt eine eigenständige Erkrankung dar, während
  2. das sekundäre oder symptomatische Burning-Feet-Syndrom als Krankheitszeichen einer (anderen) Erkrankung auftritt, so z.B. bei Bluthochdruck, Schwermetallvergiftung oder auch Polycythaemia vera (= krankhaft vermehrte rote Blutkörperchen)

Die Symptome (= Krankheitszeichen)

Nächtliche (bei Bettwärme auftretende, durch Kühlung linderbare) Anfälle schmerzhaften Brennen s der Füße, evtl. begleitet mit vegetativen und trophischen Störungen (z.B. örtliche Schweißbildung bzw. Hautschuppung), Muskel verspannung u. Nerven reizzuständen (s. a. Polyneuropathie). 

Mögliche Ursachen

Vermutet werden eine Hypovitaminose (= Vitaminmangel) ((Pantothensäure- (= Bestandteil des Koenzyms A), Nicotinsäure-, Aneurinmangel (= Vitamin B) oder Mangel an Mineralien (z.B. Magnesium)) im Gefolge von Stoffwechsel- oder auch Ernährungsstörungen. Die mikroskopische Gewebeuntersuchung zeigt gefäßbedingte anoxämische (= durch Sauerstoffmangel hervorgerufene), periphere (= außerhalb von Hirn oder Rücken mark vorkommende) Nervenschädigungen.

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Öfters sind Antikonvulsiva (= Mittel gegen die Fallsucht) hilfreich (Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin). Auch kann eine Substitutionstherapie (= Behandlung durch künstliche Zufuhr dem Körper normalerweise zur Verfügung stehender Substanzen) der oben aufgeführten Stoffe versucht werden, leider sind die Erfolge damit eher mäßig.

Spezielle Schmerztherapie

Beim Burning-feet-Syndrom helfen oft wiederholte Blockaden der Nn. ischiadici (= Ischias nerven) mit lang wirkenden Lokalanästhetika (z.B. Bupivacain, Ropivacain) (= örtliche Betäubungsmittel). Optimal ist diese Behandlung in Form einer kontinuierlichen Blockade mit Katheter* was aber einen stationären Aufenthalt erfordert.

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nerven geflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die auf eine verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative Prozesse zurückzuführen sind, hilfreich ist.

Differentialdiagnostisch (= welche Krankheiten außer Burning-feet-Syndrom bei Fußschmerzen sonst noch in Frage kommen) ist die Erythromelalgie (auch als Erythralgie, Erythermalgie oder Erythrothermalgie bezeichnet) von Bedeutung, gekennzeichnet durch bren nende, oft schmerzhafte Sensationen im Bereich der Füße, aber auch Hände. Wärme verstärkt die Beschwerden. Die Schmerz bereiche sind häufig gerötet, teilweise aber auch zyanotisch (= bläulich verfärbt), was dann zu einer Verwechslung mit der Raynaud Krankheit (auch als Morbus Raynaud oder Raynaud Syndrom bezeichnet) führen kann. 
Des weiteren wäre differentialdiagnostisch
(= welche Krankheiten außer Burning-feet-Syndrom sonst noch in Frage kommen) noch das Restless legs-Syndrom (= unruhige Beine) (Wittmaak-Ekbom Syndrom) zu nennen, gekennzeichnet durch intermittierend (= zeitweilig auftretende), paroxysmal (= attackenförmig) auftretende schmerzhafte Empfindungen (Parästhesien und Dysästhesien) in den Beinen, verbunden mit Bewegung sunruhe, vor allem nachts bzw. im Liegen. Häufig ist hauptsächlich die Unterschenkel außenseite betroffen.

Ein Brennen der Füße kann auch ein Symptom (= Krankheitszeichen) der Polyneuropathie sein. 

Auch bei der Lyme-Borreliose bzw. Borreliose kann es zu einem Burning-feet-Syndrom kommen.

Zuletzt noch gute Nachrichten für alle Schmerzpatienten   

Die invasiven (= in den Körper eindringenden) Therapiemethoden der speziellen Schmerztherapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).

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http://www.burning-feet-syndrom.com  Aktualisiert: >22.10.2007</>  <strong>Burning Feet
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